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Nebentätigkeiten klassisch und im Internet für Jedermann

Domainverkäufe - Geschäfte mit Domainhandel - Geschäfte mit Risiken

 

Mit Domains kann man Geld verdienen. Die Betonung liegt hierbei auf "kann".

Es gibt Internetplattformen in denen man Domains anmelden und zum Verkauf stellen kann. Meist kann man dabei auch den Wert einer Domain ermitteln und zertifizieren lassen. Gegen Bezahlung versteht sich. Auch bei eBay funktioniert der Domainverkauf.

Die Werbung verspricht dabei aber mehr als sie halten kann. Bei Sedo, adresso und anderen Plattformen wird zum Beispiel der Eindruck erweckt, als ob Jedermann mit Domains viel Geld verdienen könnte, so er denn nur den richtigen Namen hätte.

Vernünftige umgangssprachliche Domains (Internet-Adressen) sind selten geworden. Sie sind bereits vergeben und falls sie doch einmal durch einen Zufall oder einen Fehler frei werden, sind sie auch schon wieder belegt. Irgendeiner ist immer schneller als man selbst. Was für den Otto Normalbürger übrig bleibt sind Fantasienamen meist ohne Wert. Ein Domainnamen kann nur dann einen Wert annehmen, wenn er auch von anderen im Internet über die Suchmaschinen gesucht wird. Oder anders ausgedrückt..."einen unbekannten Namen kann niemand eingeben weil er ihn nicht weiß!". Also findet man derartige Namen im Netz nur per Zufall.

Ich selbst besitze eine Reihe von Domains und habe auch schon Domains gut verkauft. Aber ich habe sie nicht "gesammelt" um damit Geschäfte zu machen. Domains kosten auch Geld und wer viele Domains besitzt, der weiß daß dies auch die Haushaltskasse belasten kann. Wenn ich eine Domain verkauft hatte dann nicht um damit ein Geschäft zu machen, sondern um meine Haushaltskasse zu entlasten. Ich habe diese angesprochenen Domains verkauft, weil sie kein Geld einbrachten und nur Kosten verursachten. Dabei verfahre ich nach dem Grundsatz, daß eine Domain mindestens seine eigenen Providerkosten pro Jahr decken muß. Ist dies nicht der Fall, versuche ich sie wieder zu verkaufen oder kündige sie wieder.

Dabei hatte ich das Glück, daß andere Teilnehmer im Internet einige meiner Domains haben wollten die ich bei eBay eingestellt hatte. Auf diese Weise habe ich manchmal mehr als nur meine Providerkosten wieder hereingeholt.

Man sollte sich durch die unterschiedlichen Plattformen bei denen man Domains bewerten und verkaufen kann nicht blenden lassen. Die meisten die dies versuchen laufen unweigerlich in die roten Zahlen. Domainnamen die für mehrere tausend Euros oder Dollar über den Tisch gehen haben absoluten Seltenheitswert.

Bei Adresso kann man zum Beispiel den Wert einer Domain ermitteln lassen. Eine sogenannte "Schnellermittlung". Gerade bei eBay und den Domainverkäufen werden die genannten Daten oft als Grundlage für den angeblichen Wert einer Domain benannt. Aber das was dabei herauskommt und die Zahlen die angeführt werden, sind "Muster ohne Wert". Wenn sich ein Käufer davon blenden läßt, hat er sein Geld schon verloren bevor er es aus der Hand gegeben hat. Ebenso gut könnte er es einem Blinden auf der Straße in den Hut werfen.

Internetadressen und Domains habe nur dann einen echten Wert, wenn es jemanden gibt, der genau diese Adresse die man selbst besitzt haben will. Gibt es zwei Leute (oder Firmen) die diese Adresse haben wollen, dann steigt auch schnell der Preis wenn man sie versteigern will.

Fazit: Der Handel mit Internetadressen und Domains kann ein gutes Zubrot sein mit dem man Geld verdienen kann. Auf keinen Fall ist es jedoch eine "regelmäßige Nebeneinnahme", sondern immer auch etwas vom Glück abhängig. Also ein Geschäft mit Risiken.

Außerdem sollte man prüfen, ob bereits Namensrechte vorliegen. Etwa Namen die durch das Markenrecht geschützt sind, oder auch Namensrechte die durch das BGB geschützt sind. Registriert man derartige Domains, dann kann es mächtig Ärger geben und man landet in der Regel vor Gericht. Das wird dann richtig teuer. Im günstigsten Fall muß man dann die Doamain herausgeben und bleibt auf allen Kosten sitzen. Im schlimmsten Fall muß man auch noch Schadenersatz bezahlen.

Bereits vorhandene Namensrechte von Marktteilnehmern zu verletzen sollte man also tunlichst vermeiden. Viel Ärger und viele schlaflose Nächte sind hier vorprogrammiert. Juristen sprechen hier auch gerne von "Domaingrabbing", also der mißbräuchlichen Nutzung von Domains mit dem Ziel sie den eigentlichen Rechteinhabern für teures Geld wieder zu verkaufen oder anzubieten.